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Erkrankungen des Verdauungs-Systems

Bei Auftreten von gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Tieres stets den Tierarzt aufsuchen.
 

Verfärbung des  Kots
  • Symptome:

    vorn: durch Rote Bete eingefärbt / hinten: normal gefärbtDas Schweinchen zeigt keine Symptome, die Böhnchen sind normal geformt, haben aber eine grelle lila-rote Färbung.



     
  • Behandlung:
    Das Meerschweinchen hat zuvor Rote Bete (Randen)  zu essen bekommen. Rote Bete färben Urin und Böhnchen stark ein, was immer wieder zu Verunsicherungen beim Anfänger führt. Ist allerdings völlig unbedenklich. :-)
     
  • Anmerkung:
    Ist jedoch die Verfärbung auf Blut, nicht auf Futter zurückzuführen, unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Blut im Kot kann seine Ursache  z.B. in  Tumore oder  einen Infekt (Bakterien, Viren, Einzeller) haben oder  aber auch Folge einer Vergiftung sein.
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Durchfall / Blähungen / Verstopfung

  • Symptome:
    Durchfall: matschiger bis hin zu flüssigem Kot. Geruchsintensiv.
    Blähungen/Verstopfung: aufgegaster, fester Bauch.
    In beiden Fällen meist begeleitet von den üblichen Zeichen des Unwohlseins wie gesträubtes Fell, Appetit- und Teilnahmslosigkeit.
     
  • Ursachen:
    Durchfall und Blähungen können verschiedene Ursachen haben.
    • zuviel Futter
    • ungewohntes Futter
    • unbekömmliches oder gar giftiges Futter
    • Hefepilz (siehe reche Spalte)
    • Kokkzidien und andere Einzeller (siehe reche Spalte)
    • Würmer
    • Reaktion auf in Medikament
       
  • Behandlung:
    Zunächst einmal die Ernährungsgewohnheiten und das Futter (Angebot und Frische) überprüfen. Hält das Problem an bzw. kehrt es immer wieder, unbedingt den Kot untersuchen lassen.
    Starker Durchfall bzw. starke Blähungen sind lebensbedrohlich! Daher in diesem Fall zügig eine Tierarzt-Praxis aufsuchen.

    Bei leichten ernährungsbedingten Beschwerden die Fütterung auf Wasser, Heu und an Frischfutter lediglich ein auf wenig Karotte oder Fenchel beschränken.

    Ist die Reaktion auf ein Medikament zurückzuführen, unbedingt Rücksprache mit dem Tierarzt halten und gegebenenfalls (bei starken Beschwerden unbedingt) das Medikament absetzen und nach Alternativen suchen.

    Bei Verdacht auf Vergiftung: unverzüglich Tierarzt aufsuchen.
    Bei Befall durch Hefen, Kokkzidien und anderen Einzeller: siehe rechte Spalte
    Wurmbefall: Nachweis und Medikamente beim Tierarzt.
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Gesunde Böhnchen vom Meerschwein

Hefepilz

  • Symptome:
    Bei Befall von Mund und Rachen ist der süßliche Mundgeruch auffällig. Besonders oft bei Meerschweinchen anzutreffen, die schon über längerer Zeit nicht selbstständig essen und daher mit Päppelbrei gefüttert werden müssen.
    Ist der Darm betroffen äußert sich ein Befall oft  durch matschigen Kot bis hin zu Durchfall. Riecht  in der Regel auffällig stark. Auch Blähungen (Bauch ist aufgegast und hart)  treten ebenfalls häufig auf.
    Anmerkung: Die Symptome können allerdings auch auf andere Erkrankungen wie Befall durch  Kokkzidien oder anderen Einzellen hinweisen. Eine Kotuntersuchung ist bei länger anhaltenden Verdauungsproblemen sehr wichtig.
     
  • Behandlung:
    Für den Nachweis von Hefepilz und um entsprechende Medikamente zu erhalten, ist ein Besuch beim  Tierarzt unumgänglich.
    Zusätzlich sollte die Darmflora z.B. durch Gabe von Bird Bene Bac unterstützt werden (mehr dazu hier)

    Hefenpilz siedelt sich oft bei fehl ernährten oder durch Krankheit geschwächte Meerschweinchen im Darm an. Stark zucker- und stärkehaltige Futtermittel (handelsübliche Körnermischfutter, zuckerhaltigen Leckerlis wie Drops und Knabberstangen) und Mangel an Rohfaser (Heu) begünstigen der Befall durch  Hefen. Daher die bisherigen Ernährungsgewohnheiten überprüfen. Näheres über die gesunde Ernährung: hier.
     
  • Ansteckungsgefahr:
    Erkrankungen durch Hefen treten normalerweise  nur bei Meerschweinchen auf, deren Abwehr- und Verdauungssystem schon geschwächt ist. Hefepilzbefall ist eher als Folgeerkrankung anzusehen.
     
  • Vorbeugung:
    Auf eine gesunde, rohfaserreiche Ernährung achten. Zucker- und stark kohlenhydrathaltige Futtermittel vermeiden. Dies betrifft z.B.  Drops, Körner-Knabberstangen,  viele Trockenfuttermischungen (stark getreidehaltig, Zuckerzusatz), stark melassehaltiges Trockenfutter.
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Kokkzidien und andere Einzeller

  • Symptome:
    Ähnliche Symptome wie bei Hefepilzbefall.
    Es kann zu starken (oder auch gar keinen) Durchfall und/oder Blähungen kommen. Die Beschwerden treten oft schubweise auf. Daher bei immer wiederkehrenden Problemen mit der Verdauung eine Kotprobe beim Tierarzt untersuchen lassen.
     
  • Behandlung
    Da Kokkzidien meist nicht durchgängig, sondern schubweise ausgeschieden werden, frische Böhnchen über mehrere Tage hinweg sammeln und bis zur Untersuchung kühl lagern. Beispielweise in einem gut verschlossenen Filmdöschen im Kühlschrank.
    Wirksame Medikamente sind nur beim Tierarzt erhältlich. Meist werden sulfonamidhaltige Präparate oder Baycox eingesetzt.
    Zusätzlich sollte die Darmflora z.B. durch Gabe von Bird Bene Bac unterstützt werden (mehr dazu hier).
     
  • Ansteckungsgefahr:
    Kokkzidien sind stark ansteckend, daher den Kot aller Stallgenossen untersuchen lassen. Das befallene Tier bis zur Genesung von den gesunden trennen.
    Eine Übertragung auf den Menschen oder andere Haustiere ist nicht gegeben, da Kokkzidien wirtsspezifisch sind.
     
  • Vorbeugung:
    Das sicherste ist Neuzugänge einer Quarantäne zu unterziehen oder zumindest vor der Vergesellschaftung  den Kot vorbeugend untersuchen zu lassen.
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