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FAQ - Häufig gestellte Fragen im Überblick:

  1. Außenhaltung - Ist das möglich?
  2. Einzelhaltung - Kann ich mein Meerschweinchen alleine halten?
  3. Futter - Reichen  das handelsübliche Trockenfutter  zur Ernährung?
  4. Futterverweigerung - Es kann nicht mehr fressen. Was nun?
  5. Gehege-Größe - Wie groß sollte die Mindestgrundfläche ?
  6. Heuschnupfen - Kann ich meine Meerschweinchen auch ohne Heu ernähren?

  1. Außenhaltung - Ist das möglich?

    Ja, unter folgenden Voraussetzungen ist  eine, auch ganzjährige, Außenhaltung möglich:

    • ein wetterfester  und raubzeugsicherer, ausreichend großer Außenstall
    • warme Unterschlüpfe im Stall
    • gute Gesundheit der Meerschweinchen
    • und ausreichende Gewöhnung an die Außenhaltung ab Frühsommer

    Uneingeschränkt ist die halbjährliche Außenhaltung von ~ April/Mail bis Oktober (je nach Witterung) zu empfehlen!
    Wichtig ist ein witterungsfester (trocken und winddicht) Stall, an den  im besten Fall ein Freigehege angeschlossen ist. Die Verbindung von Gehege und Stall sollte für die Schweinchen frei begehbar sein. Freigehege und Stall müssen unbedingt gegen Hund/Katze/Marder/Fuchs, Ratte und Greifvögel gesichert sein. Er muss daher sicher verschließbar und mit engmaschigem, stabilen Gitter versehen sein. Wichtig ist ebenso eine ausreichende Beschattung von Stall und Gehege!
    Für die ganzjährige Außenhaltung ist zudem ein besonders geschützter Stall notwendig. Die Wände und das Dach sollten isoliert (doppelwandig mit Styropor-Lage z.B.), die offene Front teilweise verkleidet werden (z.B. mit lichtdurchlässigen Doppelstegplatten), damit sich die Wärme ein wenig besser halten und keine Zugluft entstehen kann. Jedoch unbedingt auf ausreichende Belüftung achten! Die Luftfeuchte des Stalles muss so niedrig wie möglich gehalten werden, da andernfalls Erkrankungen forciert werden. Daher auch auf stets trockene Eintreu achten.
    Der Stall muss zudem mit nicht zu kleinen Schlafhäusern bzw. -kisten aus Holz bestückt werden, in die sich die Meerschweinchen zum Ruhen und bei großer Kälte zurückziehen können.
    Die winterliche Außenhaltung ist nur für gesunde, robuste Meerschweinchen  und bei  intensiver Betreuung geeignet. Stroh und Streu müssen stets trocken sein, Wasser darf auch bei großer Kälte nicht einfrieren, das Futter muss besonders nahrhaft und stets verfügbar sein. Wem Misten bei Schneematsch, Füttern im Dunkeln und Beschäftigung mit den Meerschweinchen bei Eiseskälte nicht so den Spaß bereiten, sollte sich die winterliche Außenhaltung jedoch noch einmal gut überlegen.

    Ein Beispiel für die halbjährliche Außenhaltung hier.

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  2. Einzelhaltung - Kann ich mein Meerschweinchen alleine halten?

    Das soziale Gruppentier Meerschweinchen sollte niemals einzeln gehalten werden. Die Mindest-Gruppengröße muss zwei Meerschweinchen umfassen. Gleichgeschlechtliche Gruppen (Mädels oder Böcke) oder Pärchenhaltung (Mädel  und Kastrat) sind gleichermaßen möglich.
    Unkastrierte Böcke dürfen  nicht wahllos und schon gar nicht auf Dauer mit ebenfalls unkastrierten Damen zusammen gehalten werden. Das führt zu ungehemmter Vermehrung, das in erster Linie den Weibchen schadet.
    Bei Zucht-Absichten muss sich der Besitzer unbedingt in Vorfeld schon Gedanken über den Verbleib der Jungtiere, ausreichend Platz, erhöhte Tierarzt-, Streu- und Futterkosten etc. machen. Ganz wichtig ist es, sich vorher genauestens über die Zucht zu informieren! Speziell über die Zuchtreife des Weibchens (nicht zu verwechseln mit der Geschlechtsreife) und Zuchteignung (Gesundheit, Alter, Vererbung letaler Gene?) beider Elterntiere. Ganz egal ob mehrere oder auch nur ein einziger Wurf geplant sind! Andernfalls geht man ein hohes Risiko ein, sowohl das Weibchen als auch die Jungtiere zu  verlieren.

    Auch ein Kaninchen ist kein Ersatz für einen Artgenossen. Weder Körper- noch Lautsprache von Meerschweinchen und Kaninchen, zwei völlig artfremde Tiere,  stimmen überein. Das führt im besten Fall zu einem gelangweilten Nebeneinander, im schlimmsten Fall zu schweren Verletzungen oder gar dem Tod eines der beiden Tiere (meist des Meerschweinchens, da Kaninchen wesentlich wehrhafter sind).
    Man sollte sich daher zu Gunsten der Tiere entscheiden und den eigenen "Sammeltrieb" hinten anstellen, sofern nicht die Möglichkeit besteht, beiden Tierarten je einen Artgenossen sowie eigene Ställe zu bieten.

    Mehr zum Thema Vergesellschaftung: hier
    Mehr zum Thema Einzelhaltung: www.schweinzelhaltung.de
    Mehr zum Thema Zucht: www.meerschweinchenzucht.cinderella.de.

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  3. Futter - reicht das handelsübliches Trockenfutter zur Ernährung?

    Häufig entsteht beim Einsteiger der Eindruck, dass die bunten Körnermischungen, die in der Werbung leider oft als "Allein- bzw. Hauptfutter" angepriesen werden, für eine gesunde Ernährung  völlig ausreichend und wichtig , Heu und Frischfutter dagegen nur nettes Beiwerk sind. Das trifft allerdings  nicht zu.
    Für eine artgerechte und gesunde Ernährung steht Heu an erster Stelle. Es muss von guter Qualität und rund um die Uhr für die Meerschweinchen verfügbar sein. An zweiter Stelle steht eine ausgewogene, mäßige Ernährung an Frischfutter, bestehend aus  Gemüse, wenig Obst, frischem Gras und Kräutern. Trockenfutter sollte nur in Maßen gegeben werden. Dabei muss auf den Inhalt geachtet werden. Handelsübliche Mischungen enthalten oft übermäßig viel Getreide, Sonnenblumenkerne, ganze Maiskörner und viele bunte keksartige, zuckerhaltige Krümel. Diese Mischungen, v.a. als "Alleinfutter" gereicht, sind viel zu kalorienhaltig, belasten die Verdauung, die Organe sowie die Zahngesundheit. Fettleibigkeit, Verfettung der inneren Organe (Leber, Herz), Verdauungsprobleme (Durchfall, Verstopfung)  und Zahnfehlstellungen können die lebensbedrohlichen Folgen dieser artfremden Ernährung sein.

    Mehr zum Thema Ernährung
     hier.

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  4. Futterverweigerung - Es kann nicht mehr fressen. Was nun?

    Wenn ein Meerschweinchen nicht mehr normal frisst, liegt oftmals eine Erkrankung der Zähne bzw. des Kiefers vor. Weitere Anzeichen können Abmagerung, Kieferrenken beim Futtern, schief abgenutzte oder zu lang gewachsene Schneidezähne, schwarze Verfärbung derselben,  versabbertes Kinn, Schmerzempfindlichkeit im Kopfbereich, kleine, weiche Kot-Böhnchen, allgemeines Unwohlsein sein. Es können alle Symptome gemeinsam auftreten (v.a. bei fortgeschrittenen Krankheitsverlauf) oder nur ein Teil davon.

    Meerschweinchen-Zähne wachsen ein Leben lang. Der korrekte Abrieb wird lediglich durch artgemäße Fütterung gewährleistet.
    Bei nicht ausreichendem Abrieb (sei es durch falsche Ernährung oder durch Schmerzempfindlichkeit beim Kauen z.B. durch Zahnwurzelentzündungen etc.) bilden sich zunächst Spitzen. Im weiteren Verlauf wachsen die unteren Backenzähne in Richtung Zunge und können schließlich eine geschlossene Brücke über der Zunge bilden. Die oberen Backenzähne dagegen sind nach außen geneigt und wachsen letztendlich in die Wangen ein.
    Wichtig ist es, bei ungeklärtem Krankheitsverlauf vom Tierarzt immer auch einen gründliche Untersuchung des Mauls vornehmen zu lassen. Oft beginnen  langwierige Erkrankungen des Kauapparates mit unscheinbaren Zahnspitzen, die jedoch auch schon zu erheblichen Beeinträchtigunge führen können. Schnell entgleist das gesamte Gebiss, was unbehandelt unweigerlich zu einem qualvollen Tod des Meerschweinchens führt.

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  5. Gehege-Größe - Wie groß sollte die Mindestgrundfläche sein?

    In der Regel wird zu einer Mindestgrundflläche von 120 cm x 60 cm für die Haltung zweier Meerschweinchen geraten. Flächenmäßig größere Unterkünfte werden natürlich gerne angenommen, die Tiere sind bei entsprechend anregender Gestaltung (verschiedene Unterstände, Häuschen, Röhren, Heuhaufen, Äste etc.) wesentlich aktiver als in einem handelsüblichen Kaufkäfig bei spartanischer Einrichtung.

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  6. Heuschnupfen - Kann ich mein Meerschweinchen auch ohne Heu ernähren?

    Nein, das geht nicht.
    Heu ist DAS  Grundnahrungsmittel. Es ist sowohl für die gut funktionierende Verdauung, als auch für gesunde Zähne ausgesprochen wichtig. Auch durch  Stroh läßt sich das Heu nicht längerfristig ersetzen, da ihm die nötigen Nährstoffe und Mineralien fehlen.
    Heucops sind ebenfalls keine Alternative für die Heufütterung. Cops sind gepresste Gräser. Das Meerschweinchen futtert dieselbe Menge Heu in Form eines Cops wesentlich schneller, da das Heu nicht Halm für Halm aufgelesen und zermalen werden muß. Das geht sowohl zu Lasten der Zahngesundheit (Zähne werden nicht ausreichend beansprucht), als auch auf die Verdauung (statt stetem Nachschub Halm für Halm, wird der Magen innerhalb kurzer Zeit gefüllt, zudem quillt das Futter in Magen noch ein wenig nach).

    Wird der Halter von Heuschnupfen geplagt, empfiehlt sich zumindest die Innenhaltung nicht. Außenhaltung kann je eine Alternative sein.

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  7. Fortsetzung folgt

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